Historie

 

 

  Über unser Ensemble 

 Vita

 

 

Das Vokalsolisten-Ensemble tritt auch in erweiterten Besetzungen auf: Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit gleichermaßen spezialisierten Künstlerinnen und Künstlern auf vokalem wie auf instrumentalem Gebiet lässt Konzerte von besonderer Lebendigkeit und Abwechslung entstehen.

Das Peñalosa-Ensemble feiert derzeit ein doppeltes Jubiläum: das 550. Geburtsjahr von Francisco de Peñalosa (ca. 1470 bis 1528) und das 25-jährige Bestehen des Peñalosa-Ensembles selbst. Es verfolgt eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland und kann neben mehreren Live-Mitschnitten auf seine inzwischen acht in Rezensionen stets gelobten   CD-Produktionen  zurückschauen:

  • Das Liederbuch des Erhart Oeglin, 1512
    Die Sammlung des ersten deutschen Musikdruckes umfasst Werke von Heinrich Isaac, Paul Hofhaimer, Ludwig Senfl, Adam Rener und anderen Komponisten der Hofkapelle Maximilians I. Die meisten der Werke auf der CD sind Ersteinspielungen; sie erklingen in der Besetzung für vierstimmiges Vokal-Ensemble, als Solo-Lied mit Lauten- oder Cembalo-Begleitung und auch als Intavolierung für Cembalo solo.

  • In dulci jubilo“ mit der Missa „Dixit Maria ad Angelum“ über Motive der gleichnamigen Motette und weiteren adventlichen und weihnachtlichen Werken von Hans Leo Haßler.

  • Doleo“: Melancholische Chansons und Motetten tiefer Religiosität von Pierre de la Rue, Ninot le Petit, Heinrich Isaac, Josquin des Prez u. a. aus der berühmten Sammlung für Margarethe von Österreich.

  • Missa el Ojo“ mit der gleichnamigen Messe und Motetten von Francisco de Peñalosa. Die meisten der Werke sind zum ersten Mal eingespielt.

  • Hear the Voice and Prayer“: Vierstimmige Werke a cappella und Lautenlieder für Sologesang von Tallis, Dowland, Purcell, Morley, Gibbons, Taverner u. a.

  • Musik über Tisch“: Lateinische und deutsche Motetten von Josquin des Prez, Benedictus Ducis, Pierre de la Rue, Johann Walther, Lupus Hellingk, Balthasar Resinarius und Georg Forster.

  • O Gloriosa Margaretha“ mit der gleichnamigen Messe und Motetten von Pierre de la Rue, komponiert für Margarete von Österreich.

  • Ausgewählte Werke“ für vier- bis siebenstimmiges Ensemble von Francisco de Peñalosa, Thomas Morley, Orlando Gibbons, Josquin des Prez, Gilles Binchois, Claudio Monteverdi, Pierre de la Rue, Leonhard Lechner und Balthasar Resinarius.

 

Zwischen 2007 und 2016 veranstaltete das Peñalosa-Ensemble Sommerkurse für A-cappella-Ensembles. Fünf bis neun Ensembles genossen mehrtägig Unterricht in Gesang, musikalischer und stilgerechter Gestaltung. Im Abschlusskonzert präsentierten die Ensembles die erarbeiteten Werke, dazu gemeinsam erlernte Werke für größere Besetzungen. In den Sommerkursen bildeten sich auch einige Ensembles, die zum Teil heute noch bestehen; mehrere davon errangen bei Wettbewerben, z. B. bei „Jugend musiziert“, Auszeichnungen.

Das im Jahr 2008 initiierte „Reutlinger Renaissance-Festival“ erreichte in mehrmaliger Wiederauflage in vielen erlesenen Konzerten stets große öffentliche Wirkung und ein sehr positives Echo in den Medien. Herausragende Ereignisse waren etwa:

  • die mehrfache Aufführung der ältesten existierenden Oper, „Il Rappresentatione“ von Emilio Cavalieri,

  • Slow-Listening-Projekte wie „Ma Maistresse - Das Liebeslied in der Kirche“ in Zusammenarbeit mit der Goldberg-Stiftung oder

  • die bildhaft-abstrakt choreographierte Bewegungstanz-Inszenierung der „Prophetiae Sibyllarum“ von Orlando di Lasso.

 

 

 Vielfalt