Krieg ist keine Lösung!

 

 

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Freiheit & Frieden für die Ukraine

Fahne der Ukraine vor dem Denkmal der Unabhängigkeit in Kiev

 

 

 

Jede und jeder kann helfen!
  • Bündnis Entwicklung hilft und
    Aktion Deutschland hilft

    IBAN:

    DE 53 200 400 600 200 400 600

    BIC:

    COBADEFFXXX

    Bank:

    Commerzbank

    Stichwort:  

    ARD-Nothilfe Ukraine

     

  • Aktionsbündnis Katastrophenhilfe

    IBAN:

    DE65 100 400 600 100 400 600

    BIC:

    COBADEFFXXX

    Bank:

    Commerzbank

    Stichwort:  

    ZDF-Ukraine-Hilfe

 


 

Eine Überweisung ist schnell veranlasst und kommt quasi sofort an – und zwar nicht nur bei der Spenden-Sammelstelle, sondern im Zielland: bei Partner-Organisationen, die vor Ort oder zumindest in der Region das kaufen können, was am Dringendsten gebraucht wird. Die oben angegebenen Einrichtungen sind geprüft; man kann sicher sein, dass das Geld oder die dafür gekauften Waren wirklich bei den Bedürftigen ankommen.

Die folgende Liste von ebenfalls zu empfehlenden Organisationen, die sehr viel für die Geflohenen, die Verletzten und die psychisch Belasteten leisten, ist sicherlich nicht umfassend, gibt aber einen Überblick:

 

Auch die großen Hilfsorganisationen der Kirchen in Deutschland und in vielen anderen Ländern sind dankbar für jede Spende; diese Einrichtungen sind oft sehr gut lokal vernetzt. Diese Einrichtungen verfügen oft auch über gut funktionierende Transportkanäle, so dass Materialspenden schnell ans Ziel gebracht werden können. Der Bedarf an Operationswerkzeugen, an Verbandmaterial, an Dialyse- und anderen medizinischen Geräten und an oft lebenswichtigen Medikamenten ist enorm groß, ebenso der an Stromerzeugern, an Fahrzeugen - und schlicht: An Nahrungsmitteln.

 

Man kann auch Sanitär-Artikel, Medikamente, Schlafsäcke oder andere, nützliche und wichtige Dinge spenden; in vielen Orten werden Sammlungen durchgeführt oder Sammelstellen – oft private, lobenswerte Initiativen – eingerichtet.

Diese Sammelgüter kommen zwar etwas später an, weil sie nach Polen, Rumänien und auch in die Ukraine transportiert werden müssen. Die Spenden sind dennoch willkommen; man sollte aber Kontakt zu den Sammelstellen aufnehmen, bevor man etwas bringt, denn in manchen dieser Sammelstellen sind derzeit Kleider oder Schuhe im Übermaß vorhanden und können gar nicht entgegengenommen werden.

Sachspenden ermöglichen es, dass Güter an Orte gelangen, die dort zu dem Zeitpunkt nicht oder nicht in genügender Anzahl oder nur zu sehr hohen Preisen erworben werden können.

Angesichts der unvorstellbar großen Zahl von Menschen, die Hals über Kopf, meist nicht mit mehr als den Kleidern am Körper, ihre Wohnungen verlassen und vor den brutalen russischen Invasoren flüchten mussten – es sind bereits mehr als 11 Millionen Menschen aus umkämpften Gebieten geflohen. Jede(-r) vierte Ukrainer(-in) musste vor den Bomben und den Erschießungskommandos fliehen. Mindestens 4,3 Millionen dieser 11 Millionen Menschen sind aus der Ukraine in andere Länder geflohen, und das binnen gerade mal sechs Wochen.

11 Millionen Menschen, die mit dem absolut Grundlegenden und Nötigsten versorgt werden müssen. Und das für lange Zeit: Ohne Aussaat und Ernte, ohne funktionierende landwirtschaftliche Maschinen, auf vermienten Anbauflächen und in zerbombten Tierställen können selbst dann keine Nahrungsmittel hergestellt werden, wenn die Menschen wieder in der Ukraine wären. Und ohne funktionierende Infrastruktur und verarbeitende Betriebe wie Mühlen oder Schlachthöfe und ohne funktionierende Handelsketten und Transportfahrzeuge kann das Wenige, was noch da ist, nicht an die Bedürftigen verbracht werden.

 

Und die Katastrophe setzt sich auch noch fort, denn die Ukraine gehörte vor dem Krieg zu den größten Exporteuren von Weizen oder auch Sonnenblumen-Öl: Über 50 Prozent des im Jahr 2021 weltweit exportierten Sonnenblumen-Öls stammt aus der Ukraine; das in Deutschland verarbeitete und verkaufte Sonnenblumen-Öl stammt zu 90 Prozent aus der Ukraine.

Und nun? Die Öl-Lager in der Ukraine wurden bombardiert, und durch die zusammengebrochene Infrastruktur ist es auch kaum möglich, vorhandenes Öl irgendwohin zu liefern oder zu verarbeiten. Als Folge ist schon jetzt der Preis für Sonnenblumen-Öl etwa in Deutschland um ein Vielfaches gestiegen – wenn es überhaupt in den Regalen der Märkte zu finden ist. Und da wegen dieses Krieges in der Ukraine weder Aussaat noch Ernte stattfinden, wird sich dieses Problem in den kommenden Jahren noch verschärfen.

Beim Getreide ist die Situation auf den ersten Blick eine etwas andere: Aus der Ukraine stammen „nur“ 8,5 Prozent des im Jahr 2021 weltweit exportierten Weizens. Das klingt nicht nach so viel; da die Lieferungen aus der Ukraine aber für Ägypten und für etliche seiner Nachbarländer absolut essentiell sind, bedeutet der Wegfall dort nicht nur die Notwendigkeit, rasch nach einem neuen – und bezahlbaren – Lieferanten suchen zu müssen, sondern Preissteigerungen, die die eh schon prekäre Ernährungs-Situation der Bevölkerung katastrophal verschlechtern.

Beim Getreide kommt noch ein Problem hinzu: In der Vergangenheit exportierte Russland sehr große Mengen an Getreide, deutlich mehr als die Ukraine; durch die Sanktionen und durch Putins ‚Antworten‘, hier Exportverbote, sinkt diese Menge im laufenden Jahr auf ein Minimum. Und da Putin inzwischen mehr und mehr Männer von den landwirtschaftlichen Produktionsstätten ab- und ins Militär einzieht, wird auch in Russland im laufenden Jahr dramatisch weniger Getreide geerntet werden.

Eine der Folgen der Verknappung und des Preisauftriebs ist die, dass die UN sich gezwungen sieht, Hilfsgelder und Lebensmittel-Lieferungen an die ärmsten Länder der Welt schlicht zu halbieren.

 

Die Folge ist eine Hungerkatastrophe, wie sie die Welt seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr erdulden musste.

 

Im Namen der Menschen, die noch in der Ukraine ausharren oder vor dem Krieg geflohen sind, danken wir Dir, Euch und Ihnen für jede Unterstützung.

Und ebenso im Namen all derer, die kaum vorstellbar viel tun, um zu helfen: in der Ukraine, in Polen, in Moldau, in Rumänien und in allen weiteren Ländern, in denen nun tagtäglich Zigtausende von Flüchtlingen aus der Ukraine ankommen. Es geht um grundlegende Menschlichkeit: Um Leben, um Freiheit, um Würde – und ebenso um Kunst und Kultur.

 

Stand: 7. Juni 2022.

 

 

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